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Brennender Durst von Wilcock, Lizzie, Jugendbücher, Aus dem Leben, Erwachsenwerden, Freundschaft

Brennender Durst

Wilcock, Lizzie

Übersetzung: Levin, Friederike

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: Beltz & Gelberg

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783407823007

Inhalt

Auf dem Weg zu ihrer sechsten Pflegefamilie überlebt die 14-jährige Karanda einen Autounfall und findet sich mitten in der australischen Wüste wieder. Ein Rucksack, eine Flasche Wasser und ein verblichenes Foto ihrer Mutter sind alles, was ihr bleibt. Karanda wittert ihre Chance. Endlich kann sie ihr Leben selbst bestimmen. Wäre da nicht der acht Jahre alte Solomon, der mit im Auto saß. Karanda kann ihn nicht im Stich lassen. Und so kämpfen die beiden ums Überleben. Sie sind verlorene Seelen, sie wollen ihrer Zukunft entkommen und werden dabei von ihrer gemeinsamen Vergangenheit eingeholt.

Bewertung

Karanda und Solomon sind auf den Weg zu ihren neuen Pflegefamilien, als ihr Fahrer plötzlich einen Unfall baut und stirbt. Da beschließt Karanda, dass dies ihre einzige Chance ist, ein neues Leben zu beginnen. Doch Solomon folgt ihr und versucht mit allen Mitteln, sie zu überreden, ihn mitzunehmen. Schließlich schafft er es, doch das liegt tatsächlich an seinem mitgenommenen Proviant und seinen anderen Überlebensutensilien. Aber zwei Flaschen Wasser reichen nicht, wenn man in der Wüste überleben will. Zum Glück kommt Regen im Moment ihrer größten Verzweiflung, doch auch er bringt seine Gefahren mit sich. Werden die beiden Kinder es schaffen, ein neues Leben trotz all ihrer schrecklichen Erinnerungen zu beginnen? Oder werden sie in der Wüste verhungern?

 

Am Anfang hatte ich wirklich Mühe, mich dazu zu überwinden, das Buch zu lesen. Der Titel und das Coverbild waren dabei nicht gerade hilfreich, doch wahrscheinlich war das größte Problem, dass mir Karanda sehr unsympathisch war und ich deshalb keine Lust hatte, weiterzulesen und zu erfahren, wie unfreundlich sie zu dem armen Solomon war. Doch nach 100 Seiten begann das Buch sich zu bessern und es wurde spannend, mitzuerleben, welche tollen Ideen Karanda und Solomon hatten, um zu überleben. Außerdem gefielen mir die kreativen Werke Solomons, die er immer für die beiden baute.

Die Autorin hat auch einige wissenswerte Elemente über Pflanzen, Überlebenskünste usw. in die Geschichte hineingebracht, ohne diese langweilig werden zu lassen, denn sie hat Solomon zu einem allwissenden kleinen Jungen gemacht, der aber nicht angeberisch oder unsympathisch ist. Auch schön war es für mich zu erfahren, welches Leben Karanda und Solomon bisher geführt hatten und wie sie von ihren verschiedenen Familien getrennt wurden, wodurch mein Urteil über Karanda sich ein bisschen geändert hat.

Das Buch liest man nicht so schnell dafür, dass es nur 250 Seiten hat, weil die ersten 100 viel Zeit und Geduld beanspruchen. Deshalb vergebe ich ihm auch nur 4 Sterne. Trotzdem empfehle ich es weiter, und zwar an Jungen und Mädchen ab 13 Jahren.

 

Matteo Schmidt (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Erwachsenwerden, Freundschaft